Handballsaison mit Mädels

Rückblick 2015/16 - Was ich aus einem Jahr weiblich C2 gelernt habe.

 

Hallo Freunde,

 

 

Ruhe.

 

 

Ich habe jetzt nach einer harten und intensiven Saison erstmal Pause gemacht. Andere Dinge als Handball im Kopf gehabt. Mal spazieren gegangen bei Sonne oder am Wochenende ans Meer gefahren.

 

 

Denn zurück liegt eine erfolgreiche Zeit mit einer weiblichen C Jugend, älterer Jahrgang. Ich hätte nie gedacht, dass es so viel Kraft kosten würde die hormonellen Schwankungen nach oben und unten mitzuerleben.

 

Respekt an alle Eltern, die das tagtäglich aushalten.

 

 

Insgesamt gab es drei Typen Mädels:

 

  • Die einen hatten augenscheinlich keine Pubertät beim Handballtraining und waren nur zu ihren Eltern gemein zu Hause.

  • Die anderen waren nur beim Training anstrengend und haben zu Hause gespurt und die Eltern sind aus allen Wolken gefallen, wenn ich denn mal nachgefragt habe.

 

  • Die anderen waren überall am Terror machen und die Eltern wissen das oder nehmen die Lieblinge in Schutz.

 

In der Saison ging Pubertät rum wie eine ansteckende Krankheit. Hatte Ida sie gerade im Griff, steckte sie Doris an, die sich dann mit 3 anderen verbündete und erstmal mit ein paar Dingen im Training nicht einverstanden waren.  Dann gab es nach dem Training oft Teamsitzungen und statt 90 Minuten Training dauerte das ganze 90 Minuten + 90 Minuten pädagogische Aufarbeitung.

 

 

Ich habe dann gelernt, dass ich als Trainer auch nicht alles diskutieren muss und auch eine Diktatur in Ordnung ist, obwohl ich das sonst eher partnerschaftlich lösen möchte. Vielleicht denken die Mädels, dass ich sie ernst nehme (tue ich ja generell auch!), wenn ich mit ihnen diskutiere und fühlen sich in ihren pubertären Ideen bestätigt. Vielen fehlt nämlich oft einfach nur Aufmerksamkeit.

 

 

Menschen die unzufrieden sind, machen schlechte Stimmung. Das ist bei einem 15 Leute Kader natürlich leider oft der Fall, auch wenn wir viel durchgewechselt haben.

 

Kritisieren ist ja auch einfacher als Loben und die anderen werden ja ohnehin alle besser behandelt.

 

 

So gegen Oktober bin ich auch darauf gekommen, dass ich dagegen nichts machen kann und die Suppe letztlich viel heißer gekocht wird als sie auch gegessen wird.

 

 

Ich habe es ausgesessen und einfach mein Training durchgezogen. Ich habe nicht mehr hingehört, wenn die Übung doof war. Ich habe einfach gehofft, dass der Mannschaftsdruck den Rest löst.

 

 

So war es dann auch. Es haben zum Glück nicht immer alle gleichzeitig Pubertät im Handballtraining. Und manche sind dann doch echt vernünftig.

 

Mein Fazit aus der Zeit:

Ich trainiere in der Saison eine männliche B Jugend. Mal sehen, wo die Unterschiede sind.