Spielfähigkeit - Komplexitätsdruck

Ich liebe es Spieler an den Rand der Leistungsfähigkeit zu bringen. Ab einem gewissen Niveau ist einfach nicht mehr gut genug.

Komplexitätsdruck ist die Leistung der Spieler, gleichzeitig ablaufende  und/oder aufeinanderfolgenden Bewegungsteile, sowie des Umfangs der dabei einzubeziehenden Muskelgruppen (feinmotorisch, großmotorisch) aufeinander abzustimmen.

Fördern kommt sicherlich von fordern.

Um es auf die Spitze zu treiben: Spieler laufen durch eine Koordinationsleiter nach dem Muster 3 Schritte vor, 1 zurück (Rhythmisierungsfähigkeit). Dabei prellen sie einen Ball, während der freie Arm gekreist wird (Kopplungsfähigkeit, Organisationsdruck). Der Trainer stellt währenddessen eine Rechenaufgabe, woraufhin die Übung abgebrochen und im Wettkampf eine Markierung erreicht werden soll (Umstellungsfähigkeit, Zeitdruck). Gibt es mehrere Markierungen in unterschiedlicher Farbe, die dem Ergebnis der Aufgabe zugewiesen sind, wird die Orientierungsfähigkeit im Raum beansprucht.

 

Beim Komplexitätsdruck geht es hauptsächlich um das Einhalten und Meistern der vorgegebenen Bewegungsabläufe. Diese kann mit genauso gut mit Anfersen, Drehungen oder Skippings erreicht werden. Wichtig ist für Komplexitätsdruck, dass die Handballübung nicht mit einem Parameter endet, der die Übungsfolge komplexer macht, sondern eine Reihe von Bewegungen hintereinander geschaltet werden.

 

Eine einfachere Komplexitätsübung wäre es, den Ball im Raum zu prellen und bei jedem 5. prellen eine Drehung zu machen und anschließend weiterzuprellen. So wird eine einfache Tätigkeit suksessiv erweitert.

Fazit für das Handballtraining

Komplexitätsdruck ergibt sich von selber, sobald der Trainer das Handballtraining anspruchsvoller gestaltet. Es ist sehr sinnvoll Handballübungen sowohl vom Ablauf, wie auch Teilaufgaben komplexer zu gestalten. Ohne Komplexitätsdruck gibt es auf Dauer keinen Fortschritt beim Training.

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