Wurftechnik - Stemmwurf

Der Sprungwurf oder auch der Schlagwurf basieren in der Bewegungsausführung auf der Technik des Schlagwurfs. Der Wurf an sich wird in drei verschiedene Phasen unterteilt, die bei allen Variationen sehr ähnlich sind.

 

Die richtige Wurftechnik beim Stemmwurf

Das Bild zeigt die Technik eines Stemmwurfs beim Handball
Technik Stemmwurf

In der ersten Phase des Schlagwurfes wird bei Rechtshändern das linke Bein nach vorne gesetzt, die Fußspitze zeigt in Richtung Tor oder je nach Leistungsstand leicht nach innen gedreht. Der Ball wird vor dem Körper gehalten und mit der Wurfhand nach hinten über den Kopf geführt. Die linke Schulter zeigt leicht nach vorne, der Oberkörper befindet sich in einer Bogenspannung.

Wichtig für die korrekte Wurftechnik ist, dass der Winkel zwischen Brustkorb und Ellbogen mindestens 90° beträgt. Die Linie zwischen Schulter und Hand sollte ebenfalls mindestens 90° betragen oder nahezu gestreckt sein. Befindet sich der Ellbogen des Wurfarmes unterhalb der Schulterhöhe, entwickelt sich eine charakteristische „Stoßbewegung“, heißt, der Ball wird eher von unten nach oben bewegt und die Kraft des Wurfes wird nicht umgesetzt.

 

Die Finger umfassen den Ball und zeigen weg vom Körper; falsch ist, dass die Handinnenfläche in die Bewegungsrichtung zeigt. Desto versteckter die Handhaltung des Handballs ist, desto schwerer ist die Wurfrichtung für den Torwart auszumachen.

 

Das sind sehr wichtige Punkte für das Handballtraining, auf die bei den ersten Grundübungen geachtet werden sollte. Ohne eine Berücksichtigung dieser, kann die zweite Phase nicht korrekt umgesetzt, bzw. niemals ein optimales Ergebnis erreicht werden. 

Fast wie Pfeil und Bogen

Die zweite Phase ist für die Wurfkraft entscheidend. Dadurch, dass der Körper in der ersten Phase verwringt  worden ist, entsteht eine Bogenspannung, die mit Hilfe der Bauchmuskulatur nun gelöst wird. Die rechte Schulter schnellt nach vorne.

 

Der Oberkörper wird nach vorne beschleunigt, die Rotation des Oberkörpers ermöglicht es zusätzlich Energie zu gewinnen. Die Wurfbewegung und das Nachklappen des Handgelenkes beschleunigen den Ball weiter und bestimmen die Wurfrichtung.

 

In der dritten Phase, dem Wurfausklang, wird der Schwung mit dem rechten Fuß abgefangen und der Blick des Handballers bleibt in Wurfrichtung ohne sich wegzudrehen.

 

 

Mit dieser Technik können Wurfgeschwindigkeiten von 130 km/h erreicht werden. 

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