Wurfkraft verbessern - Gewichtshandball

Wie man die Wurfkraft verbessern kann und wann der Gewichtshandball hilft

Immer wieder kommen beim Handballtraining Kinder auf mich zu, die ihre Wurfkraft explizit verbessern wollen.  Ein Hinweis darauf, dass ein Großteil der Wurfkraft aus der Rotationsbewegung des Oberkörpers entsteht, also auch sehr auf Technik basiert, wird mit einem verständnislosen Blick quittiert.

Nun gibt es auch Gewichtsbälle für Unterschiedliche Altersklassen, mit unterschiedlichen Gewichten, die für das Handballtraining benutzt werden können. Durch den Einsatz von Handbällen, die schwerer sind als die normalen Handbälle, soll das Muskelwachstum angeregt werden. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass der Einsatz vom Eigengewicht im Breitensport bis zum 16. Lebensalter vollkommen ausreicht. Allein schon aus der Grundregel für Jugendtraining: Technik vor Kraft.

Technik vor Kraft

Körperliches Krafttraining mit eigenem Körpergewicht ist nach wie vor eine tolle Sache. Dabei werden die koordinativen Trainingsaspekte sehr stark angesprochen und die Übungen sind hoch funktionell. Außerdem ist die Kostenstelle bei dieser Trainingsform sehr niedrig. Der Nachteil liegt allerdings bei der schwer kontrollierbaren Belastungsdosierung, die die Trainingsgestaltung bei steigendem Niveau erschwert.

 

Die effektivste Trainingsart für 14-16-jährige Jugendliche ist übrigens Schwimmen. Es ermöglicht, schnell und effizient ein V-förmiges Sportkörper mit breiten Schultern, entwickelter Brust und Waschbrettbauch aufzubauen. Auch wenn die Ausdauer des Schwimmens nicht 1:1 auf Handball übertragbar ist, es hilft!

 

Ist dieses Potenzial ausgereizt, kann aber über den Einsatz eines Gewichtshandballs nachgedacht werden. Ich benutze beim Handballtraining den Erima Handball G10 und bin bisher zufrieden.

Es muss aber darauf geachtet werden, dass die Grundtechnik sauber ausgeführt wird, soll heißen, dass die Schultermuskulatur in der Lage ist den schweren Handball genauso beim Wurf zu führen, wie es mit einem herkömmlichen Handball der Fall ist.

 

Dass die Schultermuskulatur nicht stark genug ist, erkennt man an der typischen Stoßbewegung. Diese resultiert daraus, dass der Ellbogen unterhalb der Schulterhöhe liegt. Entweder ist die Technik dann noch nicht perfektioniert oder aber es muss weiter an der Kraft mit Hilfe des Eigengewichtes gearbeitet werden.

 

In beiden Fällen bitte von einer Nutzung des Gewichtballs absehen und die entsprechende Schwäche bearbeiten. 

 

Der Gewichtshandball zum verbessern der Wurfkraft

Wichtig ist darüber hinaus, dass die Kinder auch sicher fangen können müssen – hinter so einem Gewichtshandball steckt beim Pass eine unglaubliche Wucht, die gerade bei den ersten -Fangversuchen unterschätzt werden kann. Aus meinem Trainingsalltag kann ich bestätigen, dass sich die Wurfkraft nach 8 Wochen deutlich steigert.

 

Ich mache jedoch überwiegend Passübungen und lasse zunächst im Stand arbeiten und steigere die Vorbelastung langsam. Einen Sprungwurf mit richtiger Armhaltung und Gewichtshandball auszuführen, verlangt Jugendlichen bereits einiges ab.

 

Sollten die Jugendlichen keinen starken Wurf haben, dann würde ich aber als erstes die Wurftechnik unter die Lupe nehmen und mit normalen Handbällen weiterarbeiten. 

 

Wer auf der Suche nach einem normalen Ball ist, dem kann ich den Hummel Concept Plus 2016empfehlen. Dieser hat im Testbericht von www.finde-deinen-handball.de am Besten abgeschnitten. Hinsichtlich Griffigkeit und Design ist dieser Handball unangefochten die Nummer Eins, was ich aus meinem Trainingsalltag bestätigen kann. Es ist immer unser Spielball.

 

Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, kann sich auf dieser Handball-Vergleichsseite noch mehr Handballtests durchlesen. Ich bin sicher, es gibt das ein oder andere Schnäppchen.

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