Koordination - Kopplungsfähigkeit trainieren

Mit Kopplungsfähigkeit endlich gut aussehen.

Ich laufe auf meinen Gegenspieler zu und sehe, dass er oder sie zu sehr auf Wurfhand steht. Ich schalte blitzschnell, täusche einen Schritt nach rechts an, und schiebe mich mit einem Schritt nach links vorbei, während ich meinen Arm mit Ball kreisförmig und schnell bewege. Zeitgleich schiebe ich den Körper meines Kontrahenten mit dem freien linken Arm zur Seite, um dann letztlich frei durch zum Wurf zu kommen. 

Trainer müssen Teile zusammensetzen

 

Durch die Kopplungsfähigkeit werden Teilkörperbewegungen zu einer zielgerichteten und flüssigen Gesamtbewegung koordiniert. Das geschieht beim Koordinationstraining häufig automatisch. Damit die Teilbewegungen in der Summe ein gutes Resultat aufweisen, müssen sie hinsichtlich dieser Faktoren aufeinander abgestimmt sein:

  • räumlich
  • zeitlich
  • dynamisch

Beim Handballtraining fällt sicherlich oft auf, dass einige Kinder und Jugendliche Probleme haben, die Arme in unterschiedliche Richtungen zu kreisen oder eine Koordinationsleiter zu durchlaufen und dabei zu passen. Wenn die Koordination der einzelnen Körpersegmente nicht aufeinander abgestimmt ist, sind die Bewegungen oft nicht ökonomisch oder zielgerichtet.

 

Im Handballspiel entstehen so oft auch Stürmerfouls: Die Kinder machen zwar die Armbewegung, vergessen aber mit den Füßen am Gegenspieler vorbeizugehen und rennen ihn so um. 

 

Fazit für das Handballtraining

 

Ich sehe die Kopplungsfähigkeit als Resultat des generellen Koordinationsvermögens. Die Parameter um eine Bewegung korrekt auszuführen, lassen sich auch gut für die Fehlerquellenanalyse einer Bewegung oder Technik benutzen: Wird die Bewegung wirklich räumlich und zeitlich richtig und ausreichend dynamisch ausgeführt?

 

Ich würde die Kopplungsfähigkeit deshalb nicht explizit trainieren, sie ergibt sich von alleine, sofern die anderen Teilaspekte der Koordination erfüllt werden.

 

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